Turnverein 1848 Erlangen e.V.  |  Erlangens ältester und größter Sportverein.

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Wettkämpfe, Veranstaltungen, ...

19.05.2021

Back on Tatami - Shirt Aktion

Foto: Heizo Takamatsu

Am Samstagnachmittag trafen sich auf dem Parkplatz vor der Jahnturnhalle viele Judokas zu einer tollen Aktion, zu welcher die Abteilungsleitung eingeladen hatte. Als Zeichen der Wertschätzung wurde jedem Abteilungsmitglied ein Judo T-Shirt überreicht.

Nach langen Monaten ohne reales Training nahmen viele Judokas dieses Angebot gerne an – nicht nur wegen des Shirts, sondern auch um mal wieder den ein oder anderen Trainingspartner zu sehen und ein wenig zu schwatzen. (Selbstverständlich unter Einhaltung der Corona Regeln!)

Ein besonderes Highlight war eine spontane Tanzeinlage der Familientrainings-Gruppe mitten auf dem Parkplatz.

Herzlichen Dank an die Organisatoren Klaus, Heiko und Sven für diesen gelungenen Nachmittag!

Hoffentlich bis bald - dann wieder auf der Matte!

Bericht: Karin Kindle

27.11.2020

Trainer C-Ausbildung in Ingolstadt

An dem Wochenende vom 19./20.09.20 fand unser erstes Präsenzwochenende zum Trainer-C-Schein statt. Wir fuhren mit dem Judobus zum DJK Ingolstadt. Im Vorfeld haben wir uns bereits online auf einer Lernplattform angemeldet, erste Module gelesen und bearbeitet. Zu Beginn dieses Lehrgangswochenendes wurden wir vereinsbezogen in Kleingruppen aufgeteilt, Corona-konform. Wir hatten viele praktische Übungen im Bereich Bewegungsvorbild und Übungsformen, Teamentwicklung, Methodik-Grundlagen, Ukemi waza (Fallschule) und Bodentechniken.

Im theoretischen Bereich haben wir in Gruppenarbeiten den Aufbau einer Übungsstunde erarbeitet. Ein weiterer Teil war Didaktische Planung von Kyu- und Grundkampfkonzeption. Sehr angenehm war auch das leckere gemeinsame Mittagessen in der Vereinsgaststätte. Wir sieben hatten viel Spaß und freuen uns auf die nächsten Präsenztage Anfang November.

Doris Schmidt

26.11.2020

Als wir noch keine Abstandsregeln hatten:

Trainingslager im Dojo des TV 1848 Erlangen

Am Freitag, den 06.03.2020, ging es los: Warm werfen im Dojo des TV 1848 Erlangen. Kämpferinnen und Kämpfer aus der Region und auch aus Österreich sind zahlreich erschienen. Schon bei der Begrüßung war die Halle voll; so voll, dass im Schichtbetrieb gekämpft werden musste. Die Motivation war groß und somit der Spaß im Randori auch. Ein Highlight dieses Wochenendes war auch die Begegnung der Erlanger Bezirksliga-Mannschaften am Freitag nach dem Randori. Eine bessere Erwärmung gibt es nicht. Durch die vielen Judokas, die noch blieben, um

zuzusehen und anzufeuern, waren es tolle Begegnungen, moderiert von Florian Schwob und Alexander Bauhofer. Ein Feeling wie bei einem großen Turnier! Nach der ersten Einheit des dreitägigen Trainingslagers ging es dann in die Lehre von Marko Spittka. Der ehemalige Nationaltrainer aus Österreich gab sich die Ehre und zeigte über 80 Teilnehmern und Teilnehmerinnen Basics für ein erfolgreiches Randori. Mr. „Geht nicht, gibts nicht“ eröffnete die Technikseite des Lagers mit Grifftechniken. Er zeigte verschiedene Situationen und Griffauslagen und wie man darauf reagieren kann. Anschließend wurde man in verschiedene taktische Situationen im Kampf gestellt und lernten, wie man sich dort am besten verhält, um die Oberhand zu behalten. Ob im Angriff, der Gegner auf den Knien, oder wenn man in der Verteidigung ist, für jede denkbare Situation wurden Gegenmaßnahmen oder Optionen gezeigt, um erfolgreich den Kampf abzuschließen. Natürlich wurde dies dann auch sehr fleißig und diszipliniert von allen trainiert. Am Ende hatte jeder etwas Neues gelernt. Mit diesem Vorteil ist man für die Saison optimal vorbereitet. Jetzt heißt es nur dranbleiben und weiter üben. Nach dem Technikteil des Lagers konnte man sich auch mental stärken. Keine Technik kann einem helfen, wenn man die Nervenstärke nicht behält. Michael Spudat, Trainer des TV 1848 Erlangen, zeigte, wie man sich richtig konzentriert und seine innere Ruhe findet. Hier aufzupassen war genauso wichtig wie vorher beim Technikzirkel. Um nun all das zu vertiefen, was man sich erarbeitet hat, gab es am Samstagabend noch einmal ein Randori. Hier zeigte sich, wer gut aufgepasst hat. Viele versuchten, Erlerntes anzuwenden - mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich. Das gehört zum Leben eines Kämpfers dazu wie Sieg und Niederlage. Aus beidem kann man lernen. Wobei gewinnen doch etwas besser schmeckt als verlieren. Wer nun noch Power hatte, konnte am Sonntagmorgen die letzte Kraft des Wochenendes bei alternativem Training verbrauchen. Alles in allem war es ein gelungenes Trainingslager. Während der Übungen so wie auch danach bei Trunk und Essen. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben und vielen Dank an alle, die da waren und die Halle richtig schön eingeheizt haben. Ich hoffe, dass wir dieses Erlebnis wiederholen können. Bleibt gesund und fleißig. Nie war es wichtiger als jetzt, durchzuhalten, dranzubleiben, zu kämpfen und nicht aufzugeben. Gemeinsam sind wir stark.

Alexander Eck

04.10.2020

Familien-Judo online

Das etwas andere Judo

Freitag, 19:15 Uhr, Corona-Zeit: Es werden Wohnzimmer ausgeräumt und Matten jeglicher Art ausgelegt. Kinder, Eltern und Trainer ziehen zu Hause Judoanzüge an. Eine Video-Konferenz wird gestartet. Daraufhin beginnt ein fröhliches Durcheinander- Plappern, es werden Kinderzeichnungen in die Kamera gehalten und letzte technische Probleme behoben. Meist pünktlich um 19:45 Uhr beginnt wie zu Vor-Corona-Zeiten das Eltern-Kind-Judo. Der Ablauf des Trainings ist genau so wie immer: Angrüßen, Anwesenheit prüfen, Aufwärmen, Fallschule, Stand- und Bodentechniken sowie Übungskämpfe (Randoris), gemeinsames Abschlussspiel, Abgrüßen. Jeder macht so mit, wie es seinen Fähigkeiten und seiner Gürtelfarbe entspricht. Auch der Abschluss-Hock mit dem besten Eltern-Bierchen der Woche sowie Chips und Süßigkeiten für die Kinder ist weiterhin fester und beliebter Bestandteil unseres Familientrainings. Das Ungewöhnliche ist, dass die Vorbereitung eines solchen Trainings zum einen deutlich aufwändiger ist als wir Trainer es gewohnt sind und dass zum anderen die Trainings-Intensität geringer ist als die teilnehmenden Familien es gewohnt sind. Gewisse Regeln, wie beispielsweise „Geschwister trainieren nicht miteinander“, werden außer Kraft gesetzt, was bei echter Geschwisterliebe manchmal zu hochkochenden Emotionen führt. Das ist dann eine tolle Gelegenheit, unsere gemeinsamen Judo-Werte innerhalb der Familien einüben und ausleben zu können. Bei technischen Schwierigkeiten müssen aber auch schon mal nicht-Judo-affine Geschwister aus dem häuslichen WLAN entfernt werden, um mehr Platz in der Internetleitung für das Online-Training zu schaffen. Wenn der Platz drinnen nicht ausreicht, wird eben draußen trainiert – notfalls mit dicker Jacke unter dem Judoanzug und noch dickeren Socken an den Füßen. Während andere Judo-online-Trainings mit Einzelpersonen durchgeführt werden, dürfen und können wir „richtig Judo machen“. Wir müssen nur aufpassen, dass kein Mobiliar zu Bruch geht! Wer Lust bekommen hat, bei uns mitzumachen, wendet sich bitte an Maike, Doris oder Claudius. Jedes Eltern-Kind-Geschwister- Paar ist herzlich willkommen! Wie schon immer. Getreu dem aktuellen Motto des Deutschen Judo-Bundes e.V.: „SEID JUDO - BLEIBT JUDO!“.

Maike van Geldern

29.09.2020

Schön, dass es Judo gibt

Resümee von Heike Sobotta

Als eine Spätberufene im Judo (Ich habe erst vor zweieinhalb Jahren angefangen, da war ich 49 Jahre.) habe ich es einfach genossen, dabei zu sein in der Donnerstagsgruppe. Für mich ist Judo einfach Bewegung, Koordination, Körperbeherrschung und ich probiere Dinge aus, die ich noch nie in meinem Leben gemacht habe und die ich mich normalerweise nicht trauen würde. Auch wenn ich oft überfordert war inmitten aller dunklen und schwarzen Gürtel, immer hat mich die Gruppe dann doch mitgenommen und weitergebracht.

Und plötzlich kam der Stopp

Judo hörte einfach auf. Obwohl ich nur drei Wochen später meine dritte Gürtelprüfung haben sollte und schon fleißig dafür gelernt hatte. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, das leuchtet ein. Was macht man in so einer Situation? Ich habe es gar nicht bewusst entschieden, was ich mache. Die Luft war raus. Ich habe einfach gar nichts gemacht. Wie soll Judo auch ohne einen Judo-Partner, ohne die Gemeinschaft, ohne die Rituale funktionieren? Auch die drei Videos mit Trainingsvorschlägen, die nach und nach eintrudelten, konnten mich nicht motivieren. Aber nach einigen Wochen Zurückgezogenheit kam eine Mail von Christian, unserem Trainer, dass ein Livestream von Andreas Bauhofer für die Wettkämpfer gehalten wird. Und wenn der Sensei etwas sagt, dann folgt der Schüler. So saß ich gespannt im Hobbyraum vor meinem Laptop, zum ersten Mal seit Wochen wieder im Judoanzug und es hat sich gut angefühlt. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was mich erwartet, hatte artig die Ausrüstung neben mich gelegt, zwei Judogürtel (als Gelbgurt habe ich genau zwei abgelegte Judogürtel) und einen fast vollen Kasten Club Mate. (Nein, die Getränkeart war nicht vorgeschrieben, nur dass es schwer sein soll). Und dann ging’s tatsächlich los. Nach Judo-Tradition pünktlich. Aber ohne Angrüßen, ohne Verbeugung, ohne Ritual. Das, was mir ganz am Anfang meiner Judo-Zeit sehr fremd vorgekommen war, künstlich, gezwungen, das habe ich jetzt wirklich vermisst: Das Einordnen in die Gemeinschaft, streng nach Gürtelfarbe, dem Meister meinen Respekt ausdrücken. Nein, dies war gar kein Judo-Training und mein Judo-Anzug war fehl am Platz. Dies war ein Workout, ein Zirkeltraining hauptsächlich für die Wettkämpfer, um nicht ganz einzurosten. Gut, wenn schon nicht Judo, dann wenigstens Workout. Und es hat gutgetan! Auch wenn ich vieles höchstens halb so schnell konnte, nur ein Viertel so präzise wie Andreas, der dazu auch noch geredet hat. Ja, es ist gut, sich zu bewegen, auch und gerade im Lockdown. Und jetzt freue ich mich darauf, dass es irgendwann ganz langsam wieder losgeht, vielleicht im Freien und mit viel Abstand. Sodass auch wir Freizeit-Judoka irgendwann zur Judo- Routine zurückkehren können. Bei der ich jetzt, wo sie weggefallen ist, merke, wie viel sie mir bedeutet: Die Routine, das Training, die Gemeinschaft, die Sauna, das Bier!

Kurz: Schön, dass es Judo gibt!

Ansprechpartner:

Abteilungsleiter:
Heiko Koch
E-Mail: judo@tv48-erlangen.de

Allgemeine Informationen

Zusatzbeitrag 40,00 EUR / Jahr, einmalige Aufnahmegebühr 50,00 EUR, Judomitgliedsausweis 60,00 EUR und Gürtelprüfungen jeweils 26,00 EUR.

Die Angebote finden im Dojo in der Jahnhalle statt. Das Krafttraining und die Wettkampfschule finden im Kraftraum bzw. in der Haupthalle statt