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Heinz Rüger

AUS HAWAII IN DIE HUGENOTTENSTADT

Heinz Rüger sah die ersten Triathleten überhaupt und brachte den Sport in seine Heimat.

Als prägende Persönlichkeit hat Heinz Rüger den Triathlon beim TV 1848 in Erlangen groß hervorgebracht. Leidenschaftlich und unermüdlich widmete er sein Leben dem Sport. 1983 hat er den ersten Ironman auf Hawaii verfolgt, immens fasziniert und beeindruckt von dieser neuen Sportart. Im Alter von 72 Jahren ist der bedeutende Funktionär jetzt verstorben.

Mit starkem Engagement und großer Zielstrebigkeit hat Heinz Rüger seine neuen Vorstellungen verfolgt. Er scharte eine einmalige Mannschaft an engagierten Mitstreitern um sich – lauter kompetente Unterstützer, die mit äußerst großem Elan Hand anlegten, die Vision eines Triathlons in Erlangen zu realisieren. Die ersten Mini-Triathlons fanden dann ab 1985 statt. 1987 war er Mitbegründer der neuen Triathlon-Abteilung und bald darauf auch deren erster Abteilungsleiter. Die ersten großen Veranstaltungen des „Erlanger Triathlons“ in der Mitteldistanz liefen ab 1990.

Selber war Heinz Rüger anfangs Fußballer, dann Jugendleiter im Fußball, später Ringer. Aktiv nahm er an neun Marathonläufen teil. Als Begleiter von blinden Athleten war er in Laufwettkämpfen gerne eingespannt. Ende der 90er/Anfang der 2000er Jahre war er als Kampfrichter drei Mal beim Ironman auf Hawaii. Heinz Rüger war Veranstaltungsleiter bis 2003 und Abteilungsleiter bis 2012 - mit vollem Engagement. Als sportlicher Leiter führte er die Ligamannschaften des TVE, besonders die der Damen, in den 2000er Jahren zu großen Erfolgen. Nach mehrmaligen Vizemeisterschaften gelang ihnen 2011 endlich die Deutsche Meisterschaft.

Als Funktionär mit Weitblick wusste er sich gut zu vernetzen. Um seine Kontakte im Triathlonsport voll zu nutzen, war er auf allen Ebenen aktiv: im Bayerischen Triathlonverband BTV als Vizepräsident, Ausrichtervertreter und Kampfrichter, bei der deutschen Triathlonunion DTU im Disziplinarausschuss und in der Antidopingkommission.

Kompetent und zuverlässig hat er seine Umgebung beeindruckt. Er packte Dinge an, bewegte sie tatkräftig - und hinterlässt jetzt bleibende Spuren. Mit seinem Humor und seiner ruhigen Art wirkte er stets bescheiden aus dem Hintergrund. Seine Direktheit, Leidenschaft und Verbundenheit mit dem Triathlon waren einmalig. 50 Jahre war er ehrenamtlich im Sport tätig, ein seltenes Jubiläum, das er 2025 noch feierte. Ein gewichtiges Urgestein in der Erlanger, bayerischen und deutschen Triathlon-Szene hat uns letzten Karfreitag für immer verlassen.

50 JAHRE EHRENAMT IM TURNVEREIN

Wenn man Uli Rabensteins Nachruf über Heinz Rüger liest, fragt man sich unwillkürlich, wie konnte dieser Mann nur so viel Zeit für ein so intensiv gelebtes Ehrenamt im Triathlonsport aufbringen. Dabei wird leicht übersehen, dass Heinz Rüger auch noch eine beachtliche Karriere als Funktionär im Gesamtverein vorzuweisen hatte. So war er Vizepräsident von 1997 bis 2002 und Kassenprüfer des Gesamtvereins von 2015 bis 2021. Daneben war er langjähriger Revisor der Turner Exkneipe Lungerer. Für sein gesamtes Wirken im Triathlonsport und im Gesamtverein bekam er hohe Auszeichnungen verliehen, so den Ehrenbrief der Stadt Erlangen oder die Medaille des Bayerischen Kultusministeriums. Heinz Rüger erhielt für seine besonderen Verdienste um den Turnverein 1848 neben der Ehrenmitgliedschaft auch als bisher einzige Persönlichkeit eine besondere Würdigung für „50 Jahre Ehrenamt“.