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Gruppenbild mit den neuen Dan-Trägern

Am 17. Dezember 2022 richtete die Judoabteilung des TV 1848 in der Jahnturnhalle und dem angrenzenden Dojo eine große Danprüfung aus. Es wurde auf insgesamt drei Matten parallel geprüft. Die Leitung hatte unser Abteilungsmitglied Steffen Eckstein in seiner Funktion als stellvertretender Prüfungsreferent Bayerns. Für die Judoabteilung waren außerdem Magnus Jezussek und Hennry Schott als Prüfer im Einsatz.

Die Zahl der Judoka des TV 1848 Erlangen, die sich hier einer Prüfung zum schwarzen Gürtel stellten, war sehr groß. Im Jahresverlauf hat sich Nico Schiebold erfolgreich der Prüfung zum ersten Dan unterzogen. Florian Schwob und Johannes Nutz konnten erfolgreich ihren zweiten Dan erreichen, Claudia Schüren den dritten. Werner Adler und Harald Mehnert, beides Bezirksligakämpfer aus den Reihen der Erlangen Mannschaften, werden für ihren 1. Dan im Bereich Boden zusätzliche Kenntnisse nachweisen müssen, bestanden aber die restliche Prüfung an diesem Samstag. Heizo Takamatsu, der über viele Jahre in den Breitensportgruppen der Abteilung aktiv und als Journalist unsere Brücke auch nach Japan ist, hat seinen 1. Dan erfolgreich bestanden.  Marco Wiesler, langjähriges engagiertes Mitglied im Breitensportbereich der Abteilung, hat die Kata für den 2. Dan bestanden. Die Gesamtprüfung zum 2. Dan absolvierten Florian Schwob und Johannes Nutz bereits einige Monate zuvor, ebenso erreichte mit Claudia Schüren eine weitere engagierte Judoka in diesem Jahr den 3. Meistergrad. Der 3. Dan wurde am vergangenen Wochenende auch von Abteilungsleiter Heiko Koch und Toni Wachter, Florian Büchele und Kim Vanselow bestanden. Alle vier kämpfen unverändert aktiv in verschiedenen Mannschaften der Judoabteilung, wenngleich die früher von etlichen erreichte Bundesliga inzwischen nicht mehr das Parkett der Wahl ist. Heiko, Florian und Toni sind zudem als Trainer engagiert und geben ihre Kenntnisse aktiv weiter. Mit Martin Jung hat ein weiterer Erlanger Judoka den 5. Dan erfolgreich mit Prüfung erreicht. Dies ist bis heute in Deutschland die höchste über eine Prüfung zu erreichende Graduierung. Martin konnte hier auf seine umfangreichen Erfahrungen als immer noch aktiver Wettkämpfer, Kampfrichter auf Bundesebene, erfolgreicher Starter auf Kata-Meisterschaften sowie Kata-Wertungsrichter zurückgreifen. Der Umfang der eingebrachten Erfahrungen reflektiert das für diese Graduierung benötigte Fachwissen. Mit Wolfgang Heindl erreichte ein weiterer Judoka aus unseren Reihen den 5. Dan.

 

Der Tag begann aber mit zahlreichen Honoratioren, die sich in der Jahnturnhalle eingefunden hatten. Anwesend waren der Präsident des BJV Klaus Richter, der Vizepräsident des Breitensports Wolfgang Fanderl, der Vizepräsident aus dem Bereich Jugend Jochen Heruth, der Kampfrichterreferent des BJV Hinnerk Hagenah, der stellvertretende Prüfungsreferent Steffen Eckstein, der Bezirksvorsitzende Mittelfrankens Joachim Kröppel, der Kassenwart des Bezirks Ronny Skroblin, der Bezirksprüfungsbeauftragte Hennry Schott, der Lehrbeauftragte des Bezirks Ralph Zahneisen, der stellvertretende Bezirksprüfungsbeauftragte Norbert Röck, sowie die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Jennifer Skroblin. Sie alle waren hier, um der Verleihung des 6. Dan an Klaus Lohrer beizuwohnen. Der 6. Dan kann bisher weder durch Prüfung erworben, noch durch den Landesverband verliehen werden. Die Verleihung dieses ersten Dangrades, der statt eines schwarzen, auch einen rot-weißen Gürtel tragen darf, muss durch den Deutschen Judo-Bund erfolgen. Es ist also beileibe keine Selbstverständlichkeit, diese Ebene zu erreichen. Diese Ehrung erfolgte, wie BJV-Präsident Klaus Richter in einer kurzen Laudatio klarstellte, in Anerkennung der Leistungen von Klaus Lohrer sowohl für den Bayerischen Judo-Verband und hier einerseits in Funktionen wie Kassenprüfer und Schulsportbeauftragter und andererseits als Mahner und nicht immer bequemer kontroverser Mitdenker im Hintergrund, als auch für die Leistungen als Kassenprüfer des Deutschen Judo-Bundes über Jahrzehnte. Nach zahlreichen Ehrungen für Klaus Lohrer, über die getrennt berichtet wurde und die oft Teilaspekte seiner Leistungen in den Vordergrund stellten, ist dies eine besondere Anerkennung seines mit Judo erfüllten Lebensweges und seiner Erfolge sowohl als Aktiver Wettkämpfer und Trainer auf der Matte, als auch und insbesondere seiner Erfolge als Funktionär und Mitgestalter des Sports über die Ebene seines Vereins oder Landesverbandes hinaus. 

Bericht: Hinnerk Hagenah