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Wer ist eigentlich der „Wasserläufer?”

INTERVIEW NIT DEM TV-TRIATHLETEN ROBERT „QUINN“ GOULD

Das Sportfoto „Der Wasserläufer“ zeigt den TV-Triathleten Robert „Quinn“ Gould bei der Mixed Relay der Finals 2025 in Dresden – und es wurde nun mit dem renommierten Sven-Simon-Preis als „Sportfoto des Jahres 2025“ ausgezeichnet. Fotograf Robert Michael (dpa) gelang dabei ein außergewöhnlicher Schnappschuss: Durch Perspektive, Licht und den perfekten Auslösemoment wirkt es, als würde Gould nicht in die Elbe hineinlaufen, sondern mit kraftvollen Schritten über das Wasser rennen. Die aufspritzenden Wasserfontänen und die Lichtreflexionen auf der Oberfläche verleihen dem Bild eine beinahe magische Wirkung. Der Sven-Simon-Preis, vergeben von der „Welt am Sonntag“, gilt als bedeutendste Auszeichnung für Sportfotografie in Deutschland und ist mit 10.000 Euro dotiert. Über die Wahl entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury aus bekannten Persönlichkeiten des deutschen Sports, darunter etwa Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki oder Katarina Witt.

Das preisgekrönte Foto entstand am 31. Juli 2025 während der Deutschen Meisterschaften im Triathlon bei den Finals in Dresden. Mit dabei war auch die Mixed-Relay-Staffel des TV 1848 Erlangen mit Giulia Göttler, Johannes Bader, Matylda Jozwiak und Quinn Gould. Das Team erreichte mit einer Gesamtzeit von 1:20:39 Stunden einen starken 10. Platz in der Gesamtwertung. Quinn Gould absolvierte dabei als Schlussstarter seinen Abschnitt in 19:10 Minuten. Auch wenn das sportliche Ergebnis beachtlich war, bleibt vor allem dieses außergewöhnliche Bild in Erinnerung – ein Moment, der die Dynamik, Kraft und Faszination des Sports eindrucksvoll festhält.

Quinn, das Foto von deinem Sprung in die Elbe ist nun das „Sportfoto des Jahres“. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Sportikonen wie Dirk Nowitzki oder Bastian Schweinsteiger genau dieses Bild von dir als das beste des Jahres ausgewählt haben? Ich fühle mich sehr geehrt, dass dieses tolle Bild als Sportfoto des Jahres ausgewählt wurde. Es ist natürlich etwas Besonderes, dass Sportikonen dieses Bild so positiv bewerten und hoffentlich dem Triathlon eine größere Bühne gewähren. Der Fotograf hat hier meiner Meinung nach einen hervorragenden Moment erwischt und ich freue mich besonders, dass ich auf diesem Bild dargestellt bin.

Auf dem Bild sieht es so aus, als würdest du über das Wasser laufen. Kannst du dich noch an den Moment des Eintauchens in Dresden erinnern, oder warst du in diesem Augenblick rein im Tunnel des Wettkampfs?

Ich erinnere mich noch gut an diesen Moment. In den ersten Sekunden war ich wahnsinnig aufgeregt, da es mein Debüt auf so einer großen Bühne war. Aber ich wusste, was wir als Team geleistet hatten, und das hat mir Vertrauen gegeben. Die Vorfreude, das harte Training der letzten Wochen endlich auf die Strecke zu bringen, war einfach größer als die Nervosität. Wir hatten uns in der Mannschaft vorgenommen, trotz des Fokus den Moment auch zu genießen– und ich finde, dieses Gefühl fängt das Foto perfekt ein. 

Die Mixed Relay ist ein extrem spannendes, aber auch emotionales Format. Wie hast du die Atmosphäre in Dresden und im Team während der Finals 2025 erlebt?

Eine Atmosphäre wie bei den Finals in Dresden habe ich bisher noch nie erlebt. Da es den ganzen Vormittag geregnet hatte, hatten wir anfangs die Sorge, vor leeren Rängen zu starten. Doch kurz vor dem Wettkampf kam die Sonne heraus und mit ihr auch die Menschenmassen an der Strecke. Besonders beim Radfahren am Terrassenufer wurde man von den Jubelschreien förmlich getragen. Auch die Stimmung auf der Brücke während der Laufstrecke war einfach unvergesslich. Es ist großartig zu sehen, dass der Triathlon im Rahmen der Finals ein so riesiges Publikum begeistert.

Wie bist Du eigentlich zum Triathlon beim TV gekommen?

Ich habe Anfang der 6. Klasse in der Triathlon-Gruppe am Ohm Gymnasium angefangen. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich wollte immer besser werden. Der TV bot mir dann weitere Trainingszeiten an, und so bin ich Anfang der 7. Klasse in der Triathlon-Jugend-Abteilung Mitglied geworden.

Wie trainierst Du aktuell beim TV? Und was ist Deine Lieblings-Disziplin?

Ich nutze vor allem die Schwimmzeiten der Ligamannschaften. Dieses Angebot ist mir und auch den anderen Ligastartern sehr wichtig und wir schätzen es sehr, dass uns diese Möglichkeit geboten wird. Radfahren und Laufen trainiere ich oft alleine, manchmal treffe ich mich auch mit anderen Startern aus den Ligen. Die Stimmung ist gerade jetzt am Anfang der Saison voller Euphorie und Motivation und wir freuen uns alle sehr auf die Saison.

Meine Lieblingsdisziplin ist das Radfahren. Hier fühle ich mich am wohlsten, das Training darin macht besonders viel Spaß und es ist wahrscheinlich auch meine Stärke.

Ein solches Foto rückt dich plötzlich ins Rampenlicht. Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt, um auch ohne „magische“ Fotografie wieder ganz vorne dabei zu sein?

Klar freue ich mich über das Bild, aber das Lob dafür gehört dem Fotografen – ich konzentriere mich lieber weiter auf mein Training. Die Motivation für die kommende Saison ist riesig. Gemeinsam mit meinem Team will ich in der zweiten Bundesliga oben mitmischen. Mein Hauptziel ist die Bundesliga, aber ich will bei so vielen Rennen wie möglich dabei sein, weil ich den Wettkampfmodus einfach liebe. Am Ende geht es mir darum, Erfahrung zu sammeln, Spaß zu haben und mich als Sportler weiterzuentwickeln.

Bei welchen Wettkämpfen kann man Dich dieses Jahr live sehen und anfeuern?

Dieses Jahr kann man mich bei den meisten 2. Bundesliga Wettkämpfen treffen! Zusätzlich dazu starte ich über die Kurzdistanz beim M-net Erlanger Triathlon und beim Höchstadter Triathlon. Weitere Wettkämpfe können noch dazu kommen...

Wer jetzt Lust bekommen hat, die Spannung eines 2. Bundesliga-Rennens einmal hautnah mitzuerleben, der sollte sich diese Termine vormerken:

30. Mai 2026 Freilingen

20. Juni 2026 Rothsee

28. Juni 2026 Trebgast

22. August 2026 Viernheim

6. September 2026 Frankfurt