Turnverein 1848 Erlangen e.V.  |  Erlangens ältester und größter Sportverein.

Leichtathletik | 03.10.2020

Bahneröffnung des TSV Hemhofen

Schönes Wetter - schöne Leistungen

Der Sprint der Mädchen.

Am 3. Oktober fand mit 5 Monaten Verspätung endlich die traditionelle Bahneröffnung in Hemhofen statt. Wir hatten zu diesem Sportfest, quasi vor der Haustüre, knapp 20 Sportler gemeldet. Bei angenehmen Temperaturen sahen wir sehr gute Leistungen unserer Kinder, die trotz Corona von Ihren Eltern angefeuert werden konnten.

Herausragend aus der Masse an Leistungen waren die Hochsprungergebnisse von Manuel (M11) über 1,24m und Felix (M12) über 1,25m. Damit gelang ihnen in der Disziplin jeweils der zweite Platz.

Bei der Kinderleichtathletik errangen Emily und Josia in ihren Klassen ebenfalls einen 2. Platz im Dreikampf, bestehend aus Sprung, Lauf und Medizinballstoßen.

 

Alle hatten viel Spaß und es war schön anzuschauen, wie sich die Kinder untereinander angefeuert haben.

 

Eine tolle Veranstaltung. Hoffentlich haben wir bald wieder häufiger die Möglichkeit, uns mit den anderen im sportlichen Wettkampf zu messen.

 

Marc

TV-Vital | 03.10.2020

#zamfitbleim

Online-Trainings in der Coronazeit

Not macht erfinderisch und wenn man schon im Verein keinen Sport machen kann, dann kommt der Sport eben ins Wohnzimmer. Corona hat die Sportlandschaft von heute auf morgen verändert. Der Kurs, den man jede Woche besuchte, der Lauftreff oder die Sportmannschaft all das war auf einmal nicht mehr möglich. Viele Vereine setzen

auf digitale Angebote. Von Live-Trainings via Video-Call, Online-Kursen, Challenges in den sozialen Netzwerken – die Bandbreite war groß und die Vielzahl an Videos bot jede Möglichkeit, Sport in den eigenen vier Wänden zu machen. So wurde das TV-Vital zum Filmstudio, der Kursraum zum Set und unsere Coaches, allen voran Susi Faria, zu den Hauptdarstellern in insgesamt 19 Videoproduktionen. Darunter Videos aus dem Kursbereich des TV-Vital, der KiSS und Ballschule und auch Tanzvideos aus dem Vision-Vital Angebot. Hochgeladen auf YouTube und fleißig geteilt erreichten die Videos bis heute 15.175 Aufrufe und der Youtube-Kanal des TV 1848 Erlangen 126 Abonnenten. Das erfolgreichste Video war dabei die HIIT Stunde mit Susi mit insgesamt 2.241 Aufrufen. Der BLSV als Dachverband für die bayerischen Vereine sammelte alle Videos der Vereine und erstellte eine eigene Playlist. Unter dem Hashtag (Motto) #zamfitbleim sammelte der BLSV dabei 389 Videos. In wieweit solche Angebote auch nach der Corona-Pandemie übernommen werden, wird sich zeigen – das Lampenfieber jedenfalls war schnell weg und unsere „Schauspieler/innen“ hatten viel Spaß beim Dreh.

F.: TV-Vital

Turnverein 1848 Erlangen e.V. | 02.10.2020

Digitalisierung

Homeoffice in der Coronazeit

ZOOM, SKYPE, TEAMS, HOMEOFFICE – Dinge, die in dieser Krisenzeit auf einmal Jedem einen Begriff waren. Für die Digitalisierung in Deutschland ist die Corona-Pandemie ein Beschleuniger. In Windeseile wurden Systeme in Unternehmen implementiert, damit die Mitarbeiter den neuen „Herausforderungen“ der Arbeitswelt gewappnet waren. Im Turnverein hatte man das Glück, dass man bereits in der Vergangenheit die Voraussetzungen geschaffen hat, mobil und digital zu arbeiten und zu kommunizieren.

Mitarbeiterbesprechungen, Vorstandssitzungen und auch die Aufsichtsratssitzungen wurden einfach „digitalisiert“. Video-Konferenzen mit dem BLSV und anderen bayerischen Vereinen gehörten in den Anfängen der Krise zur wöchentlichen Tagesordnung. Dank sicherer Verbindungen und Dokumenten in der Cloud konnte man von überall arbeiten und so war das Thema Homeoffice kein Thema für den Turnverein. Auch die Abteilungen hatten die Möglichkeit, diese neuen Werkzeuge zu nutzen und so fand sicherlich auch die ein oder andere Abteilungsleitungssitzung digital statt.

T./F.: Johannes Baßfeld

TV-Vital | 01.10.2020

Corona Resilienz durch Stressabbau

Die Corona Pandemie ist seit März das Thema in allen Medien und hat die ganze Welt in einen bis dato nicht vorstellbaren Zustand versetzt. Der erfolgte Shutdown glich einem Kahlschlag und bei den durchgeführten Maßnahmen konnte vermutlich manches nicht berücksichtigt werden. Der „Sport“ fiel erstmal wie vieles andere auch, hinten runter.

Lange Zeit stürzten sich die Medien auf immer neue Schreckensmeldungen und zeitweise kam ein Gefühl völliger Hilflosigkeit auf. Kürzlich jedoch lautete ein Focus Titelthema „Das starke Ich“ – Corona Resilienz – Forscher entschlüsseln die Abwehrkräfte der Seele … (4. Juli 2020 / Ausgabe 28). In dem Bericht wird im Zusammenhang mit Corona u.a. auf die Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem eingegangen. Es wurde dargestellt, was uns neben „Social Distancing“ und Gesichtsmaske noch schützen kann gegen Viren, bzw. gegen Infektionen verschiedenster Art: Unser Immunsystem!

Natürlich macht nicht jeder Stress krank. Genau so wenig wie uns Ausgeglichenheit, Gelassenheit und sportliche Aktivität vollständig immun gegen Krankheiten machen. In vielen Situationen sorgt Stress für die nötige Körperspannung und Leistungsfähigkeit. Das genetische Notprogramm Stress, das uns die Evolution mit auf den Weg gegeben hat, um in lebensgefährlichen Situationen mit Kampf oder Flucht zu reagieren, wird jedoch zunehmend zum Krankheitsauslöser. Stressoren sind heutzutage chronischer Leistungsdruck und fehlende Ruhe. Bei vielen liegt die Lebensgeschwindigkeit am oberen Limit. Gleichzeitig herrscht ein gravierender Bewegungsmangel.

Ein Großteil aller Krankenstände hat stressbedingte Ursachen. U.a. sind Schlafstörungen, Bluthochdruck, Verspannungen, Rückenschmerzen, und eine erhöhte Infektionsanfälligkeit häufig die Folge von Stress. Nicht selten mündet Dauerstress im sogenannten „Burn- Out“. Hinzu kommen die unzähligen Erkrankungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Bewegungsarmut und schlechter Ernährung. Seit Jahren wird in unzähligen medizinischen Fachartikeln über Themen wie Gesundheitssport, Ernährung und Stressabbau berichtet und Ratschläge hierzu gegeben.

Die Corona Krise zeigt einmal mehr auf, wie wichtig eine gesunde Lebensführung ist. Es erscheint unverständlich, warum hierüber gerade jetzt so wenig gesprochen wird. Gesundheitssport, Ernährung und ein effektives Stressmanagement sollten genau so unerlässlich sein wie die getroffenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Sportvereine, Fitnessstudios und andere Sportanbieter stehen in der Prävention mit an vorderster Front und bieten das beste Produkt an, was es gibt: Gesundheit!

Triathlon | 30.09.2020

Gymnastikmatte statt Schwimmbad

Training in Zeiten des Coronavirus

Die aktuelle Situation stellt auch das Ligateam vor einige Herausforderungen. Besonders die vorübergehende Schließung des Schwimmbades schränkt das Training ein und erfordert ein gewisses Maß an Kreativität von den Athleten – so auch von Jannik Hoffmann. Der 19-Jährige ist seit 2017 Teil des Teams und amtierender Bayerischer Meister bei den Junioren. Er kompensiert das fehlende Schwimmen mit vermehrtem funktionellen Stabitraining. Hier legt er besonders Wert auf die Arme und den Rumpf. „Eigentlich hatte ich mir schon zu Beginn des Lockdowns ein Zugseil bestellt, das ist aber bis heute nicht angekommen. Aber es geht auch ohne.“ Das Wasser vermisse er allerdings schon, besonders „die Erschöpfung nach einer harten Schwimmeinheit“. Auch was das Laufen angeht, muss zuweilen improvisiert werden. So gut wie alle Sportanlagen sind geschlossen, damit fällt auch ein Bahntraining flach. Mit seinem Trainingspartner Conrad Voigt – ebenfalls ein aufstrebendes Talent aus der TV-Jugend – läuft Jannik deswegen seit einiger Zeit Intervalle um einen Häuserblock. „Das sind ziemlich genau 500 Meter und der Straßenbelag gefällt uns da auch gut“, beschreibt er seine neue Trainingsstätte. Neben dem Training befindet sich Jannik gerade mitten in der Vorbereitung auf sein Abitur. Das kriege er aber beides gut unter einen Hut: „Mit den Schulsachen bin ich meist mittags fertig und kann dann am Nachmittag trainieren“. Trotzdem ist er froh, wenn er auch diese Hürde nehmen kann – gerade in Zeiten, in denen ein normaler Schulbetrieb plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist. Was die sportlichen Ziele für diese Saison angeht, stehen die meisten Athleten im Team ähnlich da. In der Hoffnung auf einen - Stand Anfang Mai - immer noch möglichen Ligastart im Spätsommer wird weiter fleißig trainiert. Trotzdem ist es nicht leicht, ohne ein klares Ziel vor Augen die Motivation hochzuhalten. Abhilfe schaffen dabei unter anderem kleine Wettkämpfe gegen Trainingspartner oder die Jagd nach Segmenten in der Fahrrad-App Strava. Einfach aufzuhören – daran denkt keiner. „Das Training macht mir immer noch großen Spaß – und der nächste Wettkampf kommt bestimmt“, fügt Jannik hinzu. Wann das sein wird, bleibt abzuwarten, aber eines steht fest: irgendwann ist es wieder soweit und dann sind wir bereit, wenn es heißt: „Take your marks GO!“.

PK

Judo | 29.09.2020

Schön, dass es Judo gibt

Resümee von Heike Sobotta

Als eine Spätberufene im Judo (Ich habe erst vor zweieinhalb Jahren angefangen, da war ich 49 Jahre.) habe ich es einfach genossen, dabei zu sein in der Donnerstagsgruppe. Für mich ist Judo einfach Bewegung, Koordination, Körperbeherrschung und ich probiere Dinge aus, die ich noch nie in meinem Leben gemacht habe und die ich mich normalerweise nicht trauen würde. Auch wenn ich oft überfordert war inmitten aller dunklen und schwarzen Gürtel, immer hat mich die Gruppe dann doch mitgenommen und weitergebracht.

Und plötzlich kam der Stopp

Judo hörte einfach auf. Obwohl ich nur drei Wochen später meine dritte Gürtelprüfung haben sollte und schon fleißig dafür gelernt hatte. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, das leuchtet ein. Was macht man in so einer Situation? Ich habe es gar nicht bewusst entschieden, was ich mache. Die Luft war raus. Ich habe einfach gar nichts gemacht. Wie soll Judo auch ohne einen Judo-Partner, ohne die Gemeinschaft, ohne die Rituale funktionieren? Auch die drei Videos mit Trainingsvorschlägen, die nach und nach eintrudelten, konnten mich nicht motivieren. Aber nach einigen Wochen Zurückgezogenheit kam eine Mail von Christian, unserem Trainer, dass ein Livestream von Andreas Bauhofer für die Wettkämpfer gehalten wird. Und wenn der Sensei etwas sagt, dann folgt der Schüler. So saß ich gespannt im Hobbyraum vor meinem Laptop, zum ersten Mal seit Wochen wieder im Judoanzug und es hat sich gut angefühlt. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was mich erwartet, hatte artig die Ausrüstung neben mich gelegt, zwei Judogürtel (als Gelbgurt habe ich genau zwei abgelegte Judogürtel) und einen fast vollen Kasten Club Mate. (Nein, die Getränkeart war nicht vorgeschrieben, nur dass es schwer sein soll). Und dann ging’s tatsächlich los. Nach Judo-Tradition pünktlich. Aber ohne Angrüßen, ohne Verbeugung, ohne Ritual. Das, was mir ganz am Anfang meiner Judo-Zeit sehr fremd vorgekommen war, künstlich, gezwungen, das habe ich jetzt wirklich vermisst: Das Einordnen in die Gemeinschaft, streng nach Gürtelfarbe, dem Meister meinen Respekt ausdrücken. Nein, dies war gar kein Judo-Training und mein Judo-Anzug war fehl am Platz. Dies war ein Workout, ein Zirkeltraining hauptsächlich für die Wettkämpfer, um nicht ganz einzurosten. Gut, wenn schon nicht Judo, dann wenigstens Workout. Und es hat gutgetan! Auch wenn ich vieles höchstens halb so schnell konnte, nur ein Viertel so präzise wie Andreas, der dazu auch noch geredet hat. Ja, es ist gut, sich zu bewegen, auch und gerade im Lockdown. Und jetzt freue ich mich darauf, dass es irgendwann ganz langsam wieder losgeht, vielleicht im Freien und mit viel Abstand. Sodass auch wir Freizeit-Judoka irgendwann zur Judo- Routine zurückkehren können. Bei der ich jetzt, wo sie weggefallen ist, merke, wie viel sie mir bedeutet: Die Routine, das Training, die Gemeinschaft, die Sauna, das Bier!

Kurz: Schön, dass es Judo gibt!




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