Turnverein 1848 Erlangen e.V.  |  Erlangens ältester und größter Sportverein.

12.12.2022

UWM – UnternehmensWert:Mensch

TURNVEREIN STEHT VOR GROSSEN VERÄNDERUNGEN

„Wie gut ist Ihr Unternehmen aufgestellt, um zukünftigen personellen Herausforderungen zu begegnen? Wo besteht Handlungsbedarf? Wie können Sie eine moderne, zukunftsfähige Personalpolitik für Ihr Unternehmen entwickeln? Welche konkreten Lösungen passen zu Ihnen?“ unternehmensWert:Mensch hilft, diese Fragen zu beantworten.  

Was sich woanders bewährt hat, kann auch für den Turnverein nicht schaden. Als die Verantwortlichen des Post SV Nürnberg das Projekt UWM in der Runde der bayerischen Großsportvereine vorstellten und von der Umsetzung im Post SV erzählten, war das Interesse sofort geweckt. Mittlerweile ist es gut ein Jahr her, dass auch der TV 1848 sich für das Beratungsprogramm entschied. Zeit für ein Resümee. 

Die Ausgangslage 

Der Turnverein steht vor großen Veränderungen. Innerhalb weniger Jahre erreichen sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Führungs- und Leitungsebene das Renteneintrittsalter. Für die Vereinsführung bedeutet dies, sich mit der Thematik zu befassen, einen geregelten Übergang einzuleiten und personelle, wie auch strukturelle Entscheidungen zu treffen. Hinzu kommen Projekte, die das Angebot des Vereins zukünftig prägen werden. Herausforderungen, wie das Thema Ganztagsbetreuung und Chancen, wie das Sonderförderprogramm der Stadt Erlangen. Junge Mitarbeiter/innen, die ihre Ausbildung im Verein abgeschlossen haben, warten darauf, Verantwortung zu übernehmen und sind bereit für neue Aufgaben. All das gilt es zu berücksichtigen und da schadet ein wenig externe Unterstützung nicht. 

Der Startschuss 

Bei einem Termin mit einer der Erstberatungsstellen wurden die Förderkriterien geprüft und die Handlungsfelder abgesteckt. Da hier alle Hürden genommen wurden, erhielt der Verein den Beratungsscheck für zehn Beratungstage durch einen externen Prozessberater. Ab dann hatte man neun Monate Zeit, das Projekt umzusetzen. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Förderung für Projekte liegt bei 50% der Kosten für die Prozessberatung. 

An die Arbeit 

Der Prozessberater, Hans-Walter Reifenberg, hatte bereits beim Post SV erfolgreich das UWM Projekt umgesetzt – Erfahrungen mit Sportvereinen waren also vorhanden. In einer Kick-Off Veranstaltung mit den Mitarbeiter/innen wurde das Vorhaben intern vorgestellt. Die Mitarbeiter/innen erhielten ein Briefing durch den Vorstand und anschließend wurden in Bezug auf die gewählten Handlungsfelder die Themen zusammengetragen, welche den Mitarbeiter/innen am dringendsten erschienen. Es formten sich drei Projektgruppen zu den Themen „Personal“, „Entwicklung Sportangebote“ und „Funktionsorientierte Mitarbeiterstruktur“ heraus. Anschließend ging es erst richtig an die Arbeit. In den nächsten Monaten fanden regelmäßig Meetings der Projektgruppen statt, deren Ergebnisse wiederum in den Lenkungskreissitzungen dem Vorstand vorgestellt wurden. Mit diesem Feedback wurde weitergearbeitet bis konkrete Ergebnisse und Entscheidungen getroffen werden konnten. 

Das Ergebnis 

Am Ende der Projektphase liegt nun ein dreiseitiger Handlungsplan vor. Darin beschrieben sind die einzelnen Teilprojekte und Ziele. Es geht um Themen wie „Employer Branding“, „Nachhaltige Sicherstellung der Attraktivität des TV 1848 Erlangen als Arbeitgeber“, „Systematische Ermittlung vorhandener Kompetenzen der Mitarbeiter/innen“, „Aktuelles und zukünftiges Funktionsdiagramm“. Teilweise liegen zu den einzelnen Themen bereits konkrete Beschlüsse des Vorstands vor und teilweise gilt es, die noch offenen Themen im Nachgang weiter voranzubringen und besonders die bevorstehende Umstrukturierung im Detail auszuarbeiten. 

Das Fazit 

unternehmensWert:Mensch hat gute erste Impulse gesetzt. Das Projekt hat die Bedürfnisse der Mitarbeiter aufgezeigt. Der Zeitraum von neun Monaten ist knackig und die drei Projektgruppen hatten gut zu tun, ihre Themen zu bearbeiten. Die fest eingeplanten Planungssitzungen und der Input durch den Prozessberater waren sehr hilfreich, das Projekt zielgerichtet und erfolgreich umzusetzen. Mit UWM:Plus steht ein Nachfolgeprojekt bereits in den Startlöchern – doch erstmal heißt es, die offenen Punkte fertigzustellen.  

12.12.2022

Ping Pong Parkinson

NEUES KURSPROGRAMM AM KOSBACHER WEG -ERFAHRUNGSBERICHT EINER TEILNEHMERIN

Tischtennis beim TV 48 – acht von 10 Terminen haben wir nun schon absolviert. Wir – das ist eine kleine Truppe von drei Parkinson-Betroffenen, manchmal ergänzt durch 1-2 weitere Interessenten. Heute waren wir nur zu zweit, Manfred und ich, und ich hatte mir vorgenommen, Interviews zu machen.  

Beim Wechseln der Schuhe das Gespräch mit Manfred und seiner Frau:  

Erfahren hätten sie von dem Sportangebot an einem der Gruppen-Nachmittage und Manfred sei gleich hoch motiviert gewesen. Sie haben beide immer wieder mal Tischtennis gespielt, nicht im Verein, sondern einfach als Freizeitvergnügen. Und das merkt man Manfred sofort an! Seine Bälle kommen ziemlich scharf und gut platziert über das Netz – anfangs konnte ich mich immer nur nach den Bällen bücken, denn mein Tischtennis beschränkte sich auf ein höchst einfaches ping – plopp – pong – ping – plopp, für Manfred keinerlei Herausforderung.  

Manfred ergänzt im Gespräch: „Die schnelle Bewegung liebe ich! Ich freu mich die ganze Woche auf diesen Termin, ich würde ihn nie ausfallen lassen. Schade, dass wir nur so wenige sind! Mehrere Spieler würden auch mehr Abwechslung bringen.“  

Seine Frau schaltet sich wieder ein: „Es ist schon zeitaufwendig für mich, Manfred hierher zu begleiten und die Stunde zu warten. Zu Hause gäbe es Arbeit, aber wenn ich ihn so strahlend nach einer Stunde kommen sehe, es lohnt sich für ihn so sehr!“  

Wir hatten die Stunde mit einem „richtigen“ Match beendet – drei Sätze! Die beiden ersten Sätze sind hart umkämpft, bis Manfred dann doch den entscheidenden Punkt macht. Ein Satz geht immerhin an mich. Ich erlebe meinen persönlichen Fortschritt, kann seine Angaben inzwischen ganz gut abfangen, manche Bälle sind dieses Mal wirklich auch fordernd für ihn. Der 3. Satz zeigt mir meine Grenzen: die Konzentration nimmt rapide ab – für Manfred ein Leichtes, den Satz für sich zu entscheiden. Aber das ist nicht so wichtig für mich. Viel wichtiger: die Freude an der Bewegung, den Ball zu „erwischen“, ab und zu ein richtig „gemeiner“ Return, ich fühle mich sehr lebendig, wenn auch sehr müde am Ende dieser Stunde.  

Anja, die Sportlehrerin, begleitet uns durch die Stunden, macht mit uns Aufwärm- und Abschlussübungen, kommentiert, leitet an und lobt immer wieder, stellt Fortschritte fest. Von ihr wollte ich wissen, wie ihre Erfahrungen mit uns sind – sagte sie doch zu Beginn, dass sie nur einen Parkinson-Patienten in ihrer Herzsportgruppe kenne. Sie fasst zusammen: „Hätte ich doch nur zu Beginn ein Video gedreht! Eure Fortschritte sind phänomenal! Aus dem ständigen Bücken nach dem Ball ist inzwischen ziemlich kraftvolles Tischtennis geworden. Noch immer weiß ich relativ wenig über die Krankheit, sobald sich ein Trainingskurs im REHA-Bereich dafür anbietet, werde ich den besuchen!“  

Klingt doch spannend, oder? Und vielleicht bekommt der eine oder die andere noch Lust auf Ping Pong Parkinson? 

12.12.2022

35. KNAXiade – nach zwei Jahren Zwangspause wieder da

VIELE GÄSTE - VIELE SPIELSTATIONEN - VIEL SONNE

Endlich, nach zwei Jahren Corona Zwangspause konnten wir unser großes Spielfest für Groß und Klein, unsere KNAXiade, in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Erlangen am Sonntag, den 03. Juli, durchführen. 

DANKE an unsere Gäste 

Da so ein Fest ohne Besucher nicht funktioniert, haben wir uns riesig über die zahlreichen Besucher gefreut, die an einem wirklich sehr heißen Sommertag den Weg zu uns an den Kosbacher Weg gefunden haben.  

 

Und - wir haben es nicht verlernt und begrüßten unsere großen und kleinen Gäste mit elf unterschiedlichen Spielstationen, erstklassiger Verpflegung durch die Jugendfußballabteilung und vielen Attraktionen, z.B. der Auftritt der Tanzkinder vom Vision-Vital und die Vorführung unserer Trampoliner, und konnten so allen einen kurzweiligen Nachmittag bescheren. 

DANKE an unsere Sponsoren 

Da unser großer Sponsor Eisert weggefallen ist, haben uns sehr viele Geschäfte unterstützt und uns Preise für die Abschlussverlosung gesponsert: Die Spielzeugente, die Kornblume, Team Sport 24 in Büchenbach, die Triathlon Abteilung des TV 1848, die Sparkasse Erlangen, Auto Kraus, der die Helfer-Shirts spendete und der Rewe Markt in Büchenbach, der uns das Mineralwasser und Bananen und Äpfel wirklich reichhaltig gesponsert hat, so dass alle unsere Helfer ihren Durst stillen konnten. 

DANKE an alle Helferinnen und Helfer 

Ohne unsere zahlreichen Helfer könnten wir, die Jugendleitung des TV 1848, diese Veranstaltung nicht stemmen. Auch nach zwei Jahren Pause waren ohne Zögern dabei: Die Trampolin-Abteilung mit großem Trampolin und Airtrackmatte, die Judokas zum Aufbau und bei der Betreuung der Hüpfburg, vereinsextern die Laufer Wölfe mit dem Baseball-Schlagkäfig als echte Attraktion und die Jugendfußball-Abteilung, welche die gesamte Bewirtung unserer Gäste gestemmt hat.  

Außerdem halfen noch tatkräftig mit: Alle Übungsleiter vom allgemeinen Kinderturnen (Es ist für die kleinen Besucher immer besonders schön, wenn sie „ihre Übungsleiter aus den Turnstunden“ an den Stationen entdecken.), meine Kolleginnen aus der Geschäftsstelle und Burkhard Große, der wieder großartige Fotos gemacht und für die Technik der Beschallung gesorgt hat.  

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Eure Jugendleitung des TV 1848 

12.12.2022

Karate-Lehrgang mit Dr. Frank-Dieter Hörner

KOLLABORIEREN, NICHT KONKURRIEREN!

Es war ein ausgesprochen heißes Wochenende am 18. und 19. Juni, das die Erlanger Karatekas (und erfreulich viele Gäste aus anderen bayerischen Dojos) nicht etwa hinaus, sondern hinein in die Sporthalle trieb, um beim jährlichen Lehrgang mit Dr. Frank-Dieter Hörner, 7. Dan und DOSB-Diplomtrainer, den Sonnenschweiß durch Sportschweiß zu vervollständigen.  

Zwei Trainingseinheiten am Samstag, eine am Sonntag und für einige darüber hinaus noch Kyu- und Dan-Prüfungen standen für Unter- und Oberstufen-Karatekas auf dem Programm.  

Frank hatte sich, angepasst an die jeweiligen Fähigkeiten der Trainingsgruppe, ein abwechslungsreiches Programm zurechtgelegt, das sowohl spielerische, als auch wettkampf- und selbstverteidigungsorientierte Elemente sowie Traditionelles enthielt. „Kollaborieren, nicht konkurrieren“, war dabei sein vielzitiertes Motto, das vor allem die Farbgurte dazu ermutigen sollte, miteinander zu arbeiten, sich aneinander anzupassen und dafür zu sorgen, dass alle entsprechende Erfolgserlebnisse haben können. So wurden die drei Einheiten dann auch zu einem runden Ganzen, aus dem niemand ohne Lerneffekt oder Aha-Moment nach Hause ging.  

Dan-Prüfung bei Höchsttemperaturen 

Während am Samstagabend draußen bereits der Grill für das Sommerfest angeschürt wurde, stellten sich drei Karatekas aus Erlangen und Naila drinnen noch der Dan-Prüfung – aus der sie am Ende als erfolgreiche, (fast wörtlich) frisch gebackene Träger und Trägerinnen des 1., 2. und 3. Dan-Grads hervorgingen. Aus Erlangen traten Roland Netzker (zum 2. Dan) und Stefan Saalbach (zum 3. Dan) vor die Prüfer Frank-Dieter Hörner und Reinhard Döhnel und legten eine sehr gute Prüfung ab, um am Ende zufrieden die Urkunde entgegenzunehmen.  

Am Sonntag stellten sich auch noch einige Farbgurte der Prüfung, sodass sich auch Diana Neuner und Minh Duy Nguyen (7. Kyu, orange), sowie Greta Saalbach (6. Kyu, grün) über neue Graduierungen (und ihre tolle Leistung) freuen konnten.  

Wir freuen uns jedes Mal, Frank beim Lehrgang in Erlangen zu begrüßen, denn sein abwechslungsreiches Training gibt eine Menge Impulse, sowohl fürs selbst Weitertrainieren, als auch für die Trainingsgestaltung, und er vermittelt es immer wieder auf sehr schöne Art, was es heißt, Karate zu trainieren und zu leben. 

12.12.2022

Das gab‘s noch nie!

FÜNF NEUE JUNGE MITARBEITER/INNEN AUF EINEN SCHLAG

Seit Anfang September ging der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter/innen in der Geschäftsstelle und im TV-Vital in den Keller. Ist das etwas Negatives? Auf keinen Fall! Auf fünf neue junge Gesichter treffen unsere Mitglieder, wenn sie sich künftig in der Geschäftsstelle über das breite Sportangebot des Turnvereins informieren möchten oder das vereinseigene Fitnessstudio betreten.

Zwei duale Studierende, zwei Freiwilligendienstleistende (FSJ) und eine Praktikantin bekamen zum Start im Seminarraum des TV-Vital einen gemeinsamen Einblick in den Gesamtverein mit gegenseitigem Kennenlernen geboten. Die anwesenden langjährigen Mitarbeiter/innen hatten ihren Erfahrungskoffer parat und erzählten den Youngsters aus ihrer Sicht, was den TV 1848 und die Arbeit im Sportverein so einzigartig macht. Die Satzung, Herzstück jedes Vereins, nimmt hier eine besondere Rolle ein. Auch die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt ist in der sonstigen Arbeitswelt nicht allzu oft vorzufinden.  

Der Nachwuchs stellt sich vor  

Simon Flügel (20, Abitur) durchläuft sein duales Studium zum Fitnessökonom bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und wird vorwiegend im TV Vital zum Einsatz kommen. Der Erlanger ist seit seiner Kindheit Vereinsmitglied, war in der Jugendfußballabteilung des TV 48 und später als TVler beim HC Erlangen als Handballer bis zur A-Jugend aktiv. Im TV Vital trainiert er seit 2018, kennt sich mit dem Kraftsport somit bestens aus. Neben dem Fitnesstraining und dem Handball, den er derzeit aktiv beim HC Forchheim in der BOL spielt, achtet Simon auf eine gesunde Ernährung und ist leidenschaftlicher Freizeitkoch – leckere Fitnessrezepte sind für unsere Vitalmitglieder somit garantiert.  

Mit Julius Erlwein (18, Abitur) wird der erste duale Student für Sportmanagement in der Geschäftsstelle im Turnverein ausgebildet. Die Theorie wird ihm hierbei an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning beigebracht. Berührungen mit dem TV 1848 hatte er bislang bei Auswärtsspielen im Fußball, wenn es zum Derby zwischen „seiner“ SpVgg Erlangen gegen den Turnverein kam. Neben seinem eigenen aktiven Fußballspiel ist Julius auch als Jugendtrainer in seiner Heimat beim SV Langensendelbach engagiert. Beim TV 48 wird er sich unter anderem in die Planung und Durchführung des Vereinsjubiläums 2023 mit einbringen. Hier sind auch seine in der Freizeit schon häufig eingesetzten Fähigkeiten im Videoschnitt und sein Wissen im Bereich Social Media gefragt.  

Die Ballschule, KiSS und Geräteturnen bekommen mit Lina Losch (22, Abitur) Verstärkung. Aus der Landeshauptstadt zog es die Münchnerin nach Erlangen, wo sie neben ihrer Unterstützung im Sport auch in der Verwaltung mithelfen wird. Aktuell erwirbt sie im Rahmen ihres Freiwilligendienstes beim Turnverein ihre Übungsleiterlizenz. Als begeisterte Sportlerin hatte sie bislang keine Berührungspunkte mit dem TV 1848, jedoch ist sie in ihrer Heimat beim MSV München als Schwimmerin und Schwimmtrainerin aktiv. Wegen ihrer Leidenschaft fürs Schwimmen ließ sich Lina 2016 zur Rettungsschwimmerin ausbilden. Darüber hinaus spielte sie in ihrer Jugend mehrereJahre Handball beim TSV Forstenried.  

Fabian Lenssen (17, mittlere Reife) wird im kommenden Jahr ebenfalls seinen Freiwilligendienst beim Turnverein leisten. Schon in seiner Kindheit war der Erlanger in der Schachabteilung, beim Turnen und Judo im TV 48 aktiv. Nun trainiert er im TV-Vital und bereitet sich auf seine Sportprüfung bei der Polizei vor, die er nach seinem FSJ absolvieren möchte. Als Übungsleiter im Kinderturnen, dem Kicktreff und in der Fußball Akademie ist er fest eingeplant. Hierzu wird Fabian auch seine Übungsleiterlizenz für Kinder und Jugendliche in den kommenden Wochen erwerben. In der übrigen Zeit unterstützt er die Mitarbeiter/innen in der Geschäftsstelle bei den anfallenden Verwaltungstätigkeiten.  

Für sechs Wochen ist Janina Kämpf (21, Abitur) als Praktikantin eingeplant. Sie studiert im fünften Semester Sportwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, ist jedoch punktuell zu Hause in Erlangen. Bei Anja Färber ist sie im Geräteturnen aktiv, wie schon seit ihrer frühesten Kindheit. Während ihrer Praktikumszeit wird sie sich im Jubiläumsausschuss einbringen und unterstützt in der Geschäftsstelle insbesondere bei der Verwaltung der Kursanmeldungen. Wir wünschen unseren Neulingen viel Spaß bei ihren Tätigkeiten im Verein und heißen sie in der TV 48-Familie herzlich willkommen! 

12.12.2022

Dritter Ehrungsabend

JA ZUM EHRENAMT - WEIL ES SPASS MACHT!

Eingeladen waren langjährige und verdiente Mitglieder des Vereins, junge Ehrenamtliche und erfolgreiche Sportler:innen. Das neue Format des Ehrungsabends hat sich bewährt und so fand die Veranstaltung bereits zum dritten Mal im kleinen, persönlichen Rahmen in der Vereinsgaststätte des Sportgeländes FC West statt. 

Jörg Bergner begrüßte als 1. Vorsitzender die anwesenden Gäste und gab einen kleinen Einblick in die aktuellen Entwicklungen des Vereins. Auch wenn aufgrund der derzeitigen Krisen schwierige Zeiten auf den Verein zukommen, blickt die Vereinsführung (noch) zuversichtlich in die Zukunft. Für 50 Jahre ununterbrochene Vereinszugehörigkeit wurden Kunigunde und Georg Kreiner, sowie Peter Brehm geehrt. Für ihre Treue gegenüber dem Turnverein ernannte die Vereinsführung alle drei zu Ehrenmitgliedern.  

Mit der Ehrennadel in Silber wurde Lothar Kusser, Andreas Rauh und Adrian Fehrle ausgezeichnet. Kusser und Rauh, beide langjährige Mitglieder des Vereins, erhielten die Ehrennadel für ihr Engagement bei den Lungerern. Ehrenrat Fritz Löhr würdigte ihre Verdienste und gab den anwesenden Gästen einen Einblick in die „Welt der Lungerer“. Adrian Fehrle wurde für sein Engagement in der Badminton-Abteilung geehrt. Dort engagiert er sich als Trainer in besonderem Maße für die Jugendarbeit der Abteilung.  

Jule Bongartz und Leonie Kreiner erhielten den „Ehrenamtspreis für junge Ehrenamtliche“ des Vereins. Beide sind u.a. als Trainerinnen in der Trampolin-Abteilung aktiv und geben dort ihr Wissen und Können an die nächste Generation Turner/innen weiter. Als Vorbild für andere vermitteln sie die Werte des Ehrenamts und sind eine große Unterstützung für die Abteilungsleitung. Abteilungsleiterin Petra Riazanova hatte beide für den Preis vorgeschlagen.  

Anschließend folgte die Sportlerehrung. Insgesamt wurde vier Mal die Bestennadel in Silber – für die Erringung einer bayerischen Meisterschaft oder eines 2. oder 3. Platzes bei einer deutschen Meisterschaft – und zwei Mal die Bestennadel in Gold – für die Erringung einer deutschen Meisterschaft – vergeben. Die jungen Athlet:innen, die jüngsten waren gerade einmal 13 Jahre alt, kamen aus der Judo-, der Trampolin- und der Triathlon-Abteilung des Turnvereins. Besonders erfreulich, dass die jungen Sportlerinnen und Sportler allesamt aus sportaffinen Familien stammen. So hat der Sport einen großen Stellenwert im Leben aller und sportliche Vorbilder sind nicht weit entfernt - oftmals sind es die großen Geschwister.  

Nachdem das Buffett eröffnet war, war es Zeit für den persönlichen Austausch. Schließlich gibt es unter Sportler/innen immer spannende Geschichten zu erzählen. Denn Sport verbindet! 

12.12.2022

Der Verein als Arbeitgeber

VOM ÜBUNGSLEITER BIS ZUM VORSITZENDEN

Übungsleiter, Trainer, Minijobber, Hausmeister, Reinigungspersonal, Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, FSJler, duale Studenten, Auszubildende und Vorsitzende – (fast) immer nimmt der Verein die Rolle des Arbeitgebers ein. Die Zahl der Mitarbeiter im TV 1848 ist konstant gestiegen. Der erste „richtige“ Mitarbeiter war Günther Beierlorzer, der 1984 als Sportlehrer beim Turnverein anheuerte.

Knapp 40 Jahre später sind es stolze 52 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – der Großteil davon ist im Sport tätig. 

Doch warum braucht man so viele Mitarbeiter? Läuft im Verein nicht alles ehrenamtlich? Gerade in der Vereinsführung merkt so mancher Verein, dass man im Ehrenamt an seine Grenzen stößt. Es kommt zu Überlastung durch den steigenden Zeit- und Arbeitsaufwand. Strengere Nachweispflichten, das Thema Haftung und die immer komplexer werdenden Anforderungen an das Ehrenamt machen eine Professionalisierung notwendig. 

Ein Lösungsansatz: Sinnvolle Unterstützung durch Mitarbeiter 

Zu unterscheiden wären Mitarbeiter in der Verwaltungsarbeit und Führungskräfte, die sich um die strategische Entwicklung des Vereins kümmern. Je breiter ein Verein aufgestellt ist und je größer der Verein ist, umso wichtiger wird die Spezialisierung der Mitarbeiter. Manche Angebote sind nur mit besonders qualifiziertem Personal möglich. Im Turnverein unterstehen die so genannten „Fachbereiche“ (TV-Vital, Sportschule, Freizeitsport, Ballschule, etc.) der Leitung von Mitarbeitern. Ehrenamtlich geführt sind dagegen die Wettkampfabteilungen.  

Was die Qualifikation der Mitarbeiter im Verein angeht, ist der TV 1848 breit aufgestellt. Man findet in den Reihen der Mitarbeiter Sportlehrer und Sportwissenschaftler, Sportökonome, Vereins- und Sportmanager, Betriebswirte, Buchhalter und Bürofachkräfte sowie erfahrene und ausgebildete Handwerker. Alle diese Berufe braucht es heutzutage, um einen Verein mit über 20 Abteilungen und Fachbereichen, ca. 6.500 Mitgliedern und über 450 Sportangeboten zu führen. 

Das „Problem“: Mitarbeiter kosten Geld 

… und qualifizierte Mitarbeiter sind sehr begehrt. Im vergangenen Jahr waren das in Summe fast 1.000.000 Euro an Personalkosten für den Turnverein. Darunter fallen dann die Personalkosten der Mitarbeiter, ca. 300 Übungsleiter, Sozialaufwendungen und sonstige Personalkosten. Mit den Mitarbeitern steigen auch die Personalkosten und schafft man es nicht, durch den Ausbau der Angebote entsprechende Einnahmen zu generieren, steht man schnell vor dem Problem, seine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen zu können. Damit die Personalkosten nicht explodieren, bedarf es einer durchdachten Personalplanung bzw. einer sinnvollen Einsatzplanung. Bestes Beispiel hierfür ist das TV-Vital Fitness- und Gesundheitsstudio. Für einen reibungslosen Betrieb und optimale Betreuung der Mitglieder muss der Einsatz der Trainer gut geplant sein. Gerade in Zeiten von Corona und Quarantäne-Bestimmungen eine echte Herausforderung. Hinzu kommen Arbeitszeiten im Schichtdienst oder am Wochenende. Einen geregelten „9 to 5 Job“ haben im Turnverein die wenigsten Mitarbeiter. Man orientiert sich an den Bedürfnissen des Sports und der Mitglieder. Mitarbeiter kosten Geld – aber es ist vielmehr eine gut angelegte Investition! 

Schöne neue (Arbeits-)Welt: anspruchsvoll, flexibel und digital 

Der Wandel der Arbeitswelt macht vor dem Turnverein keinen Halt. Vorreiter war wieder einmal der Turnverein. Homeoffice im TV 1848 gibt es bereits seit 1984 – denn der Sportliche Leiter hat seinen Schreibtisch nicht in den Büros am Kosbacher Weg, sondern arbeitet von jeher von zuhause aus. Aber Spaß beiseite. Gerade die letzten beiden Jahre haben gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist. Führungskräfte wurden mit Smartphone und Tablet ausgestattet, die Telefonanlage wurde modernisiert und mit vielen Anwendungen ist man bereits in der Cloud bzw. vernetzt und kann orts- und zeitunabhängig arbeiten. Homeoffice ist somit kein Problem mehr. Und auch der Austausch via Video-Calls gehört im Arbeitsalltag des Turnvereins mittlerweile zum Standard. Der nächste Schritt? Die Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamt noch einmal deutlich zu stärken, Prozesse zu optimieren und dadurch auch die (Arbeits-)Belastung für Mitarbeiter und Ehrenamtliche zu reduzieren. 

Der Verein als Ausbildungsbetrieb 

„Ein duales Studium ergänzt das Studium an einer Hochschule um ausgedehnte Praxisphasen in einem Unternehmen. Am Ende des dualen Studiums verfügen die Absolventen also nicht nur über das theoretische Wissen aus Vorlesungen und Seminaren, sondern kennen auch den Arbeitsalltag in einem Beruf oder einer Branche.“ Klingt super, oder? Ist es auch – seit vielen Jahren gehören duale Studenten im TV-Vital zu den Mitarbeitern und seit diesem Jahr auch erstmals zur Verwaltung am Kosbacher Weg. Dabei entscheiden sich die Studierenden für Studiengänge wie Sportmanagement, Gesundheitsmanagement oder Fitnessökonomie. Eine Übernahmegarantie gibt es nicht, aber die Chancen stehen nicht schlecht, auch nach dem Studium beim Turnverein zu bleiben.  

Neben dem dualen Studium bietet der Turnverein auch eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen an. So hatte man bislang die Möglichkeit, eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann oder Kaufmann für Büromanagement zu absolvieren. Der Sportverein als Ausbildungsbetrieb bietet dabei natürlich einen „besonderen“ Rahmen und trotzdem gestaltet sich die Suche nach geeigneten Bewerbern nicht immer leicht. Die Konkurrenz ist groß, allein in Bayern gibt es zum Ausbildungsstart 2022 noch über 8.000 freie Ausbildungsplätze. 

Personalmanagement und -verwaltung 

Vor allem in den letzten Jahren spielt das Personalmanagement eine immer größere Rolle. Qualifizierte Mitarbeiter zählen zu den wichtigsten Ressourcen eines Betriebs. Der Fachkräftemangel schlägt sich auf alle Branchen nieder. In das Personalmanagement fallen die Tätigkeitsbereiche der Personalplanung, Personalentwicklung, Personalführung und Personalbetreuung. Die Personalverwaltung übernimmt die administrativen personalbezogenen Maßnahmen und Personalprozesse im Verein. Wie wichtig die Personalplanung auch im Turnverein ist, zeigt ein Blick auf die nächsten fünf Jahre. Innerhalb kurzer Zeit erreichen sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Führungs- und Leitungsfunktion das Rentenalter. Für eine geregelte Übergabe der Verantwortungsbereiche gilt es, frühzeitig die Weichen zu stellen. Der Mitarbeiterstamm wird sich deutlich verändern, es werden neue Organisationsstrukturen entstehen, bestehende Prozesse werden hinterfragt und neue Schwerpunkte müssen gesetzt werden.  

Wer also an eine Karriere im Sport(-verein) denkt, der hat jetzt gute Chancen!