BisS - Bewegung im sozialintegrativen Schulsport

Wie kam die Idee für das Projekt BisS zustande?

Auf Anregung des Vereins Gesundheit und Medizin Erlangen gab es 2009 ein Projekt „Jugend für Gesundheit“. Schüler der 5. und 6. Hauptschulklassen durften sich Sportarten aussuchen, diese an einem Aktionstag kennenlernen und danach vier Wochen ausprobieren. Kein einziger Schüler hat sich nach den vier Wochen einer Sportgruppe unseres Vereins angeschlossen. Deshalb hat dieses Projekt keine nachhaltigen Ergebnisse gebracht.

Aus dieser Erfahrung heraus kam die Idee zum Projekt BisS. Es wurde eine Arbeitsgruppe mit Ursula Hahn, der Beirätin für Gesundheitssport im TV, Maria Hertel, der Rektorin der Mönauschule, Mark Sauerborn, dem Leiter des Regionalbüros „Integration durch Sport“ und Günther Beierlorzer, dem sportlichen Leiter des TV 1848 gebildet und ein neuer Ansatz für die Weiterführung der Zusammenarbeit Schule, Verein gefunden:

  • Über das Projekt soll Kindern einer Grundschule mit unterschiedlicher  kultureller und sozialer Herkunft, die Möglichkeit gegeben werden, in der Schule und wenn es gelingt, später im Verein, regelmäßig Sport zu treiben.
  • Das neue Projekt ist im Grundschulbereich angesiedelt , also in der 1.- 4. Klasse, mit dem Ziel die Kinder gleich bei Schuleintritt für den Sport zu begeistern.
  • Das Projekt ist in den Ganztagsschulbetrieb integriert, damit gewährleistet ist, dass die Kinder verpflichtend an den Angeboten teilnehmen.
  • Wie bei der KiSS wurde die Gruppenstärke bei jedem Sportangebot auf 15 Kinder begrenzt.
  • Als Sportarten im ersten Jahr wurden Fußball, Tischtennis, Badminton und evtl. Skateboard ausgesucht.
  • In der Schulturnhalle wurden kleine Umbauten vorgenommen und es wurden Sportgeräte angeschafft, damit die Sportarten unter optimalen Bedingen durchgeführt werden können
  • Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, sich in Turnierform mit anderen Kindern zu messen.Ein Turnier im Fußball hat bereits stattgefunden.
  • Es wurde beschlossen, nur Trainer mit pädagogischer Erfahrung einzusetzen (Siggi Pietsch und Mark Sauerborn).
  • Zur Unterstützung wird diesen erfahrenen Sportlehrern in jeder Stunde ein FSJ`ler des TV 1848 Erlangen und des Projektes „Integration durch Sport“ zugeteilt.
  • In den 6 Sporteinheiten pro Woche soll jedes der 69 Kinder, die in diesem Schuljahr für den Ganztagsschulbetrieb angemeldet sind, mindestens einmal  teilnehmen
  • Alle Lehrkräfte und Betreuer der drei Ganztagsschulklassen bekommen mehrmals im Jahr Supervision, um sich untereinander auszutauschen.
  • Die Kinder wurden zu Beginn des Schuljahres mit dem gleichen ABC-Movement Motoriktest untersucht, wie die Kinder der KiSS im TV (Auswertung siehe Anhang).
  • Das Projekt soll eine Laufzeit von vier Jahren haben (2011-2014).
  • Die Finanzierung des Projekts im ersten Jahr erfolgt über den TV 1848 Erlangen, dem Verein „Gesundheit und Medizin“ und über das Projekt „Integration durch Sport“.
  • Für die drei folgenden Jahre müssen weitere „Förderer“ zur Finanzierung gewonnen werden.
  • Im Laufe des Schuljahres soll es eine Auftaktveranstaltung geben, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen.
  • Für das Projekt wird ein Folder erstellt.
  • In einem Gespräch mit dem Institut für Sport- und Sportwissenschaft der Uni Erlangen soll die Möglichkeit erörtert werden, dieses Projekt zu evaluieren.